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Museum in der „Runden Ecke“

Stasi-Museum vor Veränderungen

Runde Ecke
Runde Ecke: Die historische Ausstellung in der „Runden Ecke“ macht die Arbeitsweise der Stasi deutlich © Niklas Wehling

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ gehört zu den beliebtesten Museen in Leipzig. Kern ist die historische Ausstellung „Stasi-Macht und Banalität“ über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit in der früheren Bezirksverwaltung.

Die Schau ist in die Jahre gekommen, aber „es ist immens wichtig, sie genauso zu erhalten, weil sie authentisch den Aufarbeitungsimpuls der 1990er-Jahre transportiert und die Dimension der Staatssicherheit vermittelt“, sagt Gedenkstättenleiter Tobias Hollitzer. Er stellt gerade bei jungen Leuten wachsendes Interesse fest. „Zu sehen, wie eine Diktatur im Inneren funktioniert, ist ein gutes Mittel gegen Populismus“, sagt der Historiker.

Im Zuge der geplanten Umgestaltung des Matthäikirchhofes hofft Hollitzer auf mehr Platz, um die Ausstellung modern zu ergänzen. Zudem wünscht er sich, dass die Stasi-Neubauten nicht komplett verschwinden. „Ich bin gegen einen geschichtsvergessenen Radikalabbruch“, sagt Hollitzer.

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