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Tualoop, Ticayo, Corkolores

Spielzeug neu denken

Tualoop, Ticayo, Corkolores: Die Spielzeuge vom Leipziger Label TicToys tragen eher ungewöhnliche Namen und bringen eine neue, nachhaltige Spielkultur ins Kinderzimmer.

Matthias Meister (links) und Tony Ramenda
Matthias Meister (links) und Tony Ramenda sind die Gründer von TicToys © TicToys

Die Idee zum ersten Spiel hatten die Gründer Matthias Meister und Tony Ramenda 2010 in ihrer WG. Damals verfielen sie einem mexikanischen Geschicklichkeitsspiel, das kurze Zeit später als Vorlage für ihre erste Entwicklung, „Ticayo“, diente.

Das Spiel kam im Freundeskreis so gut an, dass die beiden beschlossen, TicToys zu gründen. Seit 2011 machen sie sich mit ihrer Firma für eine neue Spielzeugkultur stark. Matthias Meister erklärt: „Wir wollen Menschen in Bewegung bringen, nutzen nachhaltige Materialien und produzieren in Deutschland.“ Viele Entwicklungen von TicToys sind außerdem vielseitig einsetzbar – wie zum Beispiel das Balanceboard mit dem einfachen Namen „das.Brett“.

Zum Spielen ist man nie zu alt

Das Balanceboard soll Erwachsene und Kinder gleichermaßen zu mehr Bewegung motivieren. Es ist inspiriert von den Wackelbrettern der Waldorfpädagogik. Diese haben Meister und Ramenda weiterentwickelt und mit den Eigenschaften eines Snowboards kombiniert.

Das Ergebnis ist ein sehr elastisches und trotzdem belastbares Board aus Holz, mit dem Personen aller Altersklassen spielend in Bewegung kommen können. Die Ursprungsidee für das Fitnessgerät zum Turnen und Balancieren wurde von den Nutzern schrittweise weiterentwickelt; die Entwickler griffen dies auf.

Mittlerweile wird das Brett auch im Bereich Reha und Therapie eingesetzt. „Inzwischen gibt es sogar ein spezielles Trainingsprogramm, das wir mit verschiedenen Physiotherapeuten und Yogalehrern entwickelt haben“, erklärt Meister.

Es ist total schön, wenn unsere Kunden unsere Spielzeugideen selbst weiterentwickeln. Matthias Meister, Gründer von TicToys

Pionierarbeit im Einsatz von Bio-Kunststoff

Das kleine Leipziger Label hat im Spielzeugbereich durch die Auswahl seiner Materialien in den vergangenen Jahren echte Pionierarbeit geleistet: Für das Wurfspiel Tualoop setzten sie Bio-Kunststoff ein, damals ein absolutes Novum in der Branche.

Die neueste Entwicklung sind Jonglierbälle aus unbeschichtetem Kork. Auch das ist eine echte Seltenheit, denn oft wird Kork zwar als Naturmaterial beworben, aber mit einer zusätzlichen Kunststoffschicht überzogen.

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